Mar 17, 2026 Eine Nachricht hinterlassen

TNO und HTC Eindhoven bauen 6-Zoll-InP-Wafer-Fabrik

Neuartige photonische Chips versprechen bessere KI-Rechenzentren, 6G-Netzwerke und Supercomputer.

Die in den Niederlanden- ansässigen Forschungszentren TNO und High Tech Campus Eindhoven beginnen mit dem Bau der angeblich „weltweit ersten Industriefabrik“ zur Herstellung von Indiumphosphid-Photonenchips im 6-Zoll-Wafermaßstab.

Mit der Eröffnungszeremonie dieser Woche, an der Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Heleen Herbert, Ministerin für Wirtschaft und Klima, und Verteidigungsminister Dilan Yeşilgöz-Zegerius teilnahmen, sei das Land auf dem Weg zur weltweiten Technologieführerschaft, heißt es in der gemeinsamen Ankündigung.

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Durch die Verbindung von Forschung und Entwicklung mit skalierbarer Produktion wird die fertiggestellte Anlage den Weg vom Konzept zu marktreifen Lösungen beschleunigen. „Es ebnet den Weg für eine neue Generation energieeffizienter KI-Rechenzentren, 6G-Netzwerke, medizinische Innovationen und Supercomputer“, heißt es in der Erklärung weiter.

Tjark Tjin-A-Tsoi, CEO von TNO, kommentierte: „Wir bauen eine industrielle Pilotlinie. Indem wir Forschung und Fertigung näher zusammenbringen, stärken wir die Position der Niederlande innerhalb der europäischen Halbleiterlandschaft, um Unternehmen bei der schnelleren und effizienteren Skalierung der Photonentechnologie zu unterstützen. Dies ist eine Investition in unsere technologische Stärke und in zukünftiges Wirtschaftswachstum.“

Otto van den Boogaard, Heleen Herbert, Tjark Tjin-A-Tsoi and Henna Virkkunen.

Otto van den Boogaard, Heleen Herbert, Tjark Tjin-A-Tsoi und Henna Virkkunen.

Verbindung zwischen Labor und Fabrik

Die neue Fabrik wird von TNO als mehr als eine Anlage beschrieben: „Sie ist ein nationaler und europäischer Katalysator für Innovation. Da die Nachfrage nach photonischen Chips exponentiell wächst, bieten [wir] eine entscheidende Funktion im Ökosystem, indem wir die Infrastruktur bereitstellen, die zur Validierung dieser Technologie im industriellen Maßstab erforderlich ist.“

Heleen Herbert, die niederländische Ministerin für Wirtschaft und Klima, sagte: „Mit dieser Investition bewegen wir uns von Wissen und Innovation hin zu konkreten Anwendungen der integrierten Photonik. Unser Ziel ist es, mit dieser Schlüsseltechnologie eine starke europäische Wettbewerbsposition zu erreichen – in Wissen, Innovation, Lieferketten und Produktion.“

Die 150-Millionen-Euro-Investition ergibt sich direkt aus den Ambitionen des European Chips Act. Als Teil des pan-europäischen Konsortiums PIXEurope soll die Fabrik dafür sorgen, dass die Gehirne der zukünftigen digitalen Wirtschaft auf europäischem Boden entwickelt und produziert werden.

Peter Wennink, Regierungsberater für Zusammenarbeit und Beschäftigung, kommentierte: „Indem wir jetzt in skalierbare Produktionskapazitäten investieren, schaffen wir ein Ökosystem, das die globale technologische Richtung mitgestalten kann. Dies ist ein Ausgangspunkt für die zukünftige digitale Wirtschaft Europas.“

Das Projekt basiert auf einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen TNO, TU/e, PhotonDelta, SMART Photonics und High Tech Campus Eindhoven. Neben dem technologischen Fortschritt soll die Fabrik auch qualitativ hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Nach der ersten Hochlaufphase werden dort rund 40 Spezialisten beschäftigt sein.

Wennink fügte hinzu, dass die Auswirkungen der integrierten Photonik mit dem Aufstieg der integrierten Elektronik vor Jahrzehnten vergleichbar seien: „Durch Investitionen in skalierbare Produktionskapazitäten schaffen wir ein Ökosystem, das die globale technologische Richtung mitgestalten kann. Dies ist ein Ausgangspunkt für die zukünftige digitale Wirtschaft Europas“, sagte er.

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