May 06, 2026 Eine Nachricht hinterlassen

Von der Marktumgestaltung zur KI-Stärkung: AKL'26 enthüllt die neue Logik des Wettbewerbs in der Laserindustrie

Vom 22. bis 24. April fand im Eurogress Convention Center in Aachen die 15. AKL International Laser Technology Conference (AKL'26) statt. Diese Konferenz bringt Anwender, Hersteller, F&E-Personal und Top-Experten im globalen Laserbereich zusammen, um die neuesten Trends und praktischen Lösungen im Bereich der angewandten Lasertechnologie für die Produktion zu diskutieren.

 

Als eine der einflussreichsten internationalen Konferenzen auf dem Gebiet der Lasermaterialbearbeitung und von vielen auch als das führende Forum auf dem Gebiet der angewandten Lasertechnologie in Europa angesehen, lockte diese AKL International Laser Technology Conference mehr als 500 Fachleute zur Konferenz an und erstellte mehr als 80 Sonderberichte, um die neuesten Fortschritte der Lasertechnologie in den Bereichen Marktdynamik, Kernanwendungen, modernste Wissenschaft und Integration künstlicher Intelligenz umfassend zu präsentieren.

 

Globaler Lasermarkt-Scan: Die Wettbewerbslandschaft verändert sich, Deutschland hat immer noch die Nase vorn
Das „Technologie- und Wirtschaftsforum“ am ersten Konferenztag konzentrierte sich auf die neuesten Entwicklungen in den globalen und regionalen Lasermärkten. Dr. Thierry Robin von TEMATYS Consulting Company, Dr. Stefan Ruppik von Coherent, Dr. Henrikki Pantsar von TRUMPF und Dr. Gu Bo von BOS Photonics hielten jeweils Sonderberichte über den europäischen, deutschen, amerikanischen und chinesischen Markt.

 

Dr. Stefan Ruppik ist stellvertretender Vorsitzender des VDMA-Fachausschusses Laser und Lasermaterialbearbeitungssysteme. In seinem Vortrag mit dem Titel „Shaping the Future: German Laser Market and Emerging Technologies“ analysierte er die Marktsituation auf Basis aktueller Daten eingehend.

 

Er wies darauf hin, dass sich die deutsche Laserindustrie nach den Herausforderungen stabilisiert und erholt. Die Vereinigten Staaten sind nach wie vor der wichtigste Einzelmarkt für die deutsche Laserindustrie, und die Dynamik des italienischen Marktes hat zugenommen. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung deutscher Exporte nach China weiter ab. Der globale Wettbewerb verschärft sich, insbesondere der Konkurrenzdruck aus China und Japan.


Andere Redner sagten auch, dass schnellere Skalierung, stärkerer Preisdruck, strategische Industriepolitik und zunehmende technologische Fähigkeiten die globale Marktlandschaft neu gestalten. Trotz des sich verschärfenden Wettbewerbsumfelds waren sich die Gäste des Treffens einig, dass Deutschland immer noch über wichtige Vorteile - verfügt: sein tiefgreifendes technisches Erbe, seinen universitären Talentpool, seine Fähigkeiten in der angewandten Forschung, seine Systemkompetenz und seine vollständige und ausgereifte industrielle Basis, die als seine eigentliche Kernwettbewerbsfähigkeit gelten.

Technische Konferenz in vollem Gange: von der additiven Fertigung bis hin zu Ultra-Hochleistungslichtquellen-


Am zweiten Konferenztag wurden mehrere parallele Unter{0}}Veranstaltungsorte eingerichtet, die die Hauptanwendungsbereiche der aktuellen Lasertechnologie abdecken. Der Veranstaltungsort für additive Fertigung konzentrierte sich auf die Laser-Pulverbett-Fusionstechnologie und diskutierte Themen wie den wirtschaftlichen Druck großer Industrieformen, Weltraumenergietechnologie der nächsten Generation und eine verbesserte Steuerung von LPBF-Prozessen. In der Sitzung zum Laserschneiden ging es um adaptive Strahlformung zur Reduzierung von Graten, Laserpräzisionsnuten in der Batterieproduktion und die Vorteile des Ultrahochleistungs-Laserschneidens im Vergleich zum Plasmaschneiden.

 

Der Veranstaltungsort mit der Laserlichtquelle geriet in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Der Bericht behandelte die industriellen Anwendungen von Ultrahochleistungslasern, kontinuierlichen Faserlasern über 100 kW sowie die Systemarchitektur und kohärente Strahlkombinationstechnologie von dynamischen Strahllasern über 100 kW. Der Marsch in Richtung leistungsstärkerer Systeme hört nie auf und mit ihm geht der dringende Bedarf an Optiken einher, die wirklich mithalten können.

 

Erwähnenswert ist auch die „Desensibilisierung“ von Landesverteidigungs- und Fusionsfragen. Hochenergielaseranwendungen für Verteidigung und Fusion sind Teil der diesjährigen Diskussion - und wurden bei früheren Treffen eher zurückhaltend behandelt.

Von Gerd Herziger eingeladene Sitzung: Strategische Fragen in der Laserindustrie


Die Gerd Herziger-Sonderkonferenz am Donnerstagmorgen wurde von vielen Teilnehmern als die entscheidendste Sitzung dieser Konferenz angesehen. Sechs Vorträge und eine Podiumsdiskussion diskutierten eine Kernfrage: Wohin geht die Laserindustrie in Zukunft?

Das Treffen vermittelte mehrere Kernbotschaften: Erstens haben sich Laser still und leise zu einer zentralen Infrastruktur für Halbleiter, Batterieproduktion, Displays, medizinische Diagnostik, Rechenzentren, Landesverteidigung, Robotik und zukünftige Energiesysteme entwickelt, und die Photonik ist tief in der Wertschöpfungskette verankert.

 

Zweitens ist der Laser selbst nicht mehr alles: Die künftige Differenzierung wird durch Software, Sensorik, KI{0}gesteuerte Prozesssteuerung, Integration, Geräteverfügbarkeit, Produktionsausbeute und Benutzerfreundlichkeit erfolgen. Der Wert verlagert sich von einzelnen Komponenten hin zu integrierten Industrielösungen, und künftige Wettbewerbsvorteile werden zunehmend von den Anwendungsmöglichkeiten rund um Laser abhängen.

Drittens: Die Wettbewerbslandschaft hat sich verändert. Besonders explizit sind Diskussionen über China. Schnellere Skalierung, stärkerer Preisdruck, strategische Industriepolitik und zunehmende technologische Fähigkeiten verändern den globalen Markt. Europa kann sich nicht länger auf seine früheren Vorteile verlassen.

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